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Richtig umgesetzte Compliance ist einer der schnellsten Wege zu Wachstum

Compliance wird bei Payment-Integrationen oft als reine Checkliste wahrgenommen und gilt als einer der Hauptgründe, warum Unternehmen Schwierigkeiten haben, Nutzer schnell zu onboarden und Umsatzströme zu aktivieren. Tatsächlich ist schlecht strukturierte Compliance der versteckte Faktor, der das Onboarding verlangsamt, die Aktivierung verzögert und den Umsatz weiter nach hinten schiebt.

Laut der aktuellen Studie „The operational challenges behind multi-party payment flows“ sticht Compliance als die am häufigsten genannte Herausforderung hervor und zugleich als die mit den größten operativen und finanziellen Auswirkungen. Schlüsselt man das weiter auf, verteilt sich diese Komplexität für Plattformen mit Sitz in Deutschland auf weitere zentrale Bereiche wie Safeguarding, KYC-Onboarding und länderspezifische Auszahlungsbeschränkungen.

Wenn Compliance-Prozesse fragmentiert oder unklar sind, ist das über die gesamte Revenue Journey hinweg spürbar. Neue Verkäufer oder Dienstleister müssen unter Umständen Tage oder Wochen warten, bis die Verifizierung abgeschlossen ist und sie ihre erste Auszahlung erhalten können. Auch der Zugang zu Umsatzströmen verzögert sich, da Nutzer keine Auszahlungen erhalten, solange die Verifizierung nicht vollständig abgeschlossen ist. Damit verschiebt sich der Start der Monetarisierung für alle Beteiligten.

Wenn Compliance-Anforderungen dagegen korrekt in strukturierte Workflows eingebettet sind, ist die Wirkung offensichtlich eine andere:

  • Weniger Reibung beim Onboarding
  • Kürzere Time-to-Value
  • Schnellerer, planbarerer Zugang zum Umsatz

Die Wirkung von richtig umgesetzter Compliance

Der Wert von Compliance bemisst sich in Geschwindigkeit, Skalierung und Engagement. Eine geführte digitale Journey lässt sich bis zu viermal schneller abschließen als fragmentierte, manuelle Prozesse. Bei groß angelegten Migrationsprojekten kann ein Unternehmen 100.000 Nutzer innerhalb von zwei Monaten übertragen, ohne Reibung für den Nutzer oder das Unternehmen selbst. Es ist, als würde man eine Brücke bauen, während man bereits darüber fährt.

Die Wirkung endet nicht mit dem Onboarding. Sobald Nutzer verifiziert und aktiv sind, kann eine regulierte Payment-Infrastruktur dazu beitragen, dass Werte innerhalb des Plattform-Ökosystems zirkulieren. Guthaben, das etwa aus Rückerstattungen oder Einnahmen entsteht, kann auf derselben Plattform erneut ausgegeben werden und unterstützt so kontinuierliches Engagement, nachdem der Nutzer bereits gewonnen wurde. Basierend auf Daten aus unserem Umfeld zirkulierten über einen Zeitraum von einem Jahr rund 20 % der verarbeiteten Volumina durch erneute Ausgaben wieder zurück in die Plattform-Ökosysteme.

Schauen wir uns an, wie dieses strukturierte Compliance-Modell funktioniert und wie Unternehmen davon profitieren können, um Umsätze schneller zu erfassen und das Engagement der Nutzer zu erhöhen.

Alles beginnt mit einem konformen Workflow

Mit Workflow meinen wir den gesamten Lebenszyklus, vom Onboarding über die Bewegung von Geldern bis hin zur Auszahlung. Compliance berührt jede Phase dieser Journey.

Onboarding und Verifizierung

Während des Onboardings durchlaufen Nutzer eine geführte digitale Identitätsverifizierung, statt sich mit generischen Dokumentenanfragen und manuellen Nachfassaktionen auseinanderzusetzen. KYC-, KYB-, SCA- und AML-Prüfungen werden im Einklang mit den geltenden regulatorischen Anforderungen ausgelöst und innerhalb eines definierten Pfads abgeschlossen.

Transaktionsprüfungen

Die Verifizierung ist in den Onboarding- und Transaktionsfluss eingebettet. Wenn Nutzer etwa Aktivitäten ausführen wollen, die eine Verifizierung erfordern, beispielsweise Verkaufen oder der Zugriff auf Auszahlungen, werden die passenden KYC-Prüfungen innerhalb des Flows initiiert. Compliance-Anforderungen werden an der jeweils relevanten Stelle der Nutzer-Journey angewendet.

Auszahlungsbereitschaft

Struktur ist auch dann wichtig, wenn Geld bereits fließt, denn auf eine erfolgreiche Identitätsverifizierung sollen keine Zahlungsfehler oder Transaktionsausfälle folgen. Strong Customer Authentication wird zum Beispiel auf Basis von Risiko und regulatorischen Schwellenwerten angewendet, statt automatisch bei jeder Transaktion.

Die Revenue Journey folgt

Wenn Plattformen Millionen von Transaktionen pro Jahr abwickeln und Millionen von Nutzern weltweit bedienen, wird Compliance zu einer operativen Angelegenheit. Um diese zu bewältigen, brauchen Plattformen eine Payment-Infrastruktur, die regulatorische Anforderungen erfüllt und zugleich den Rollout zusätzlicher Umsatzströme ermöglicht.

Plattformen können Ledger für ihre Kunden anlegen und ihnen so ermöglichen, Gelder zu speichern, zu senden, zu empfangen, umzuwandeln und aufzuteilen. Gelder können in diesen Ledgern gehalten und nach definierten Regeln freigegeben werden. Dieselbe Infrastruktur bildet auch die Grundlage für zusätzliche Umsatzströme, die innerhalb des Plattform-Ökosystems entstehen. Basierend auf unserer Erfahrung mit Plattformen können Premium-Partnerservices und monetarisierte Verkäufererlebnisse jeweils zu zusätzlichen 2 bis 3 % Umsatz pro Jahr beitragen, indem sie Folgendes anbieten:

  • Schnellere Auszahlungen als kostenpflichtiges Feature
  • Aufschläge auf FX
  • Finanztools innerhalb von Premium-Tarifen

Diese Monetarisierungsoptionen setzen einen regulierten Rahmen voraus. Schnellere Auszahlungen erfordern die Gewissheit, dass der Empfänger verifiziert ist, das Transaktionsrisiko vertretbar ist und Gelder vor den üblichen Settlement-Zyklen freigegeben werden können. FX-Aufschläge erfordern transparente Währungsumrechnungsflüsse und eine transparente Preisgestaltung sowie eine korrekte Abstimmung über alle Guthaben hinweg. Premium-Finanztools erfordern Guthaben auf Nutzerebene, Transaktionshistorien und eine fortlaufende Überwachung.

Das Skalieren von Transaktionsvolumina bedeutet daher nicht nur, mehr Zahlungen zu verarbeiten, sondern dies auf konforme Weise zu tun und dabei die Services auszubauen, die Umsatz generieren. Und über all das hinaus erfordern diese Aktivitäten eine E-Geld-Lizenz. Eine EMI-Lizenz erlaubt es einer Organisation, Gelder oder E-Geld im Auftrag ihrer Nutzer auf konforme Weise zu halten. Electronic Money Institutions unterliegen regulatorischen Anforderungen und Prüfungen in Bereichen wie Geldwäschebekämpfung, Risikomanagement und der Sicherung von Kundengeldern.

Fazit

Ein konformer Workflow beeinflusst, wann Umsatz erfasst wird und wie er erfasst wird. Für Online-Unternehmen beginnt der Weg zum Umsatz nicht am Checkout. Er beginnt viel früher, wenn ein Nutzer dem Ökosystem beitritt und sich auf seine erste Transaktion zubewegt. Ein Verkäufer, der das Onboarding nicht abschließen kann, kann nicht verkaufen. Ein Gig-Worker, der nicht verifiziert ist, kann keine Auszahlungen erhalten. Und so weiter.

Entscheidend ist, die Zeit zwischen Registrierung und erster Transaktion so weit wie möglich zu verkürzen, um den Prozess der Umsatzerfassung zu beschleunigen. In den Flow hineingedacht, bestimmt Compliance, wie schnell Nutzer verdienen, wie weit das Unternehmen wachsen kann und welche Umsatzströme tatsächlich startbereit sind.

Richtig umgesetzte Compliance ist einer der schnellsten Wege zu Wachstum

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DAS uplifted.today-Glossar für den Beitrag:

Richtig umgesetzte Compliance ist einer der schnellsten Wege zu Wachstum

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Richtig umgesetzte Compliance ist einer der schnellsten Wege zu Wachstum

Unternehmen

Autor

Lennart Von Schlichting, Managing Director von Mangopay DACH

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